Berner Fachhochschule Wirtschaft, Institut Digital Technology Management
Das Institute for Digital Technology Management (IDTM) der Berner Fachhochschule forscht an der Schnittstelle von digitalen Technologien, Management und Verantwortung.
Wir untersuchen, wie Organisationen neue Technologien wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen, und arbeiten dabei eng mit Unternehmen, Verwaltungen und internationalen Forschungspartnern zusammen.
Im Projekt L2BGreen entwickeln wir mit Partnern aus sieben Ländern digitale Lernangebote für grünes Unternehmertum. Wer mit uns arbeitet, redet direkt mit den Leuten, die das Projekt mitgestalten.
KONTEXT UND HINTERGRUND
Nachhaltiges Unternehmertum heisst nicht nur, ein Solar-Start-up zu gründen. Es heisst genauso, als Angestellte in einer Bäckerei, als Lehrling in einem Garagenbetrieb oder als Vereinsvorstand nachhaltige Veränderungen im eigenen Einflussbereich anzustossen.
Aus unserer bisherigen Arbeit wissen wir: Inhalte vermitteln ist das kleinere Problem. Die grossen Hürden liegen davor und danach. Viele fühlen sich vom Begriff "Unternehmertum" gar nicht angesprochen und merken nie, dass das auch für sie spannend sein könnte. Und: wer motiviert ist, bleibt oft beim guten Vorsatz stecken, weil ein Sparring Partner fehlt, der die eigene Idee ernst nimmt, kritische Fragen stellt und hilft, den ersten konkreten Schritt zu formulieren.
BESCHREIBUNG DES PROBLEMS
Wir stellen euch zwei Wege zur Auswahl. Sucht euch einen aus, oder überrascht uns mit einer Kombination.
Weg 1: Green Sparring Partner. Baut einen KI-Coach für nachhaltiges Unternehmertum. Nutzerinnen und Nutzer bringen eine vage Idee mit ("unsere Firma produziert zu viel Verpackungsabfall", "ich möchte einen Reparatur-Service gründen") und der Agent macht daraus im Dialog einen konkreten Plan. Er fragt nach, konfrontiert die Idee mit realen Fallbeispielen, zeigt Schwachstellen auf und hilft, erste Schritte zu formulieren. Ein guter Sparring-Partner nickt nicht alles ab. Uns interessiert besonders, wie der Agent konstruktiv kritisch sein kann. Wo ist die Idee wirtschaftlich naiv? Wo droht Greenwashing, also mehr Schein als Wirkung? Welche Annahmen sollte man zuerst testen? Und wie bleibt das Gespräch motivierend statt belehrend?
Weg 2: Green Entrepreneurship als Spiel. Macht aus dem Einstieg ins Thema ein Erlebnis. Denkbar ist vieles, z.B.: eine Simulation, in der man einen Betrieb Schritt für Schritt nachhaltiger umbaut und dabei mit echten Zielkonflikten umgeht (Kosten, Kundschaft, Wirkung), ein Entscheidungsspiel entlang realer Fallbeispiele, oder etwas ganz anderes. Das Spiel soll zeigen, dass grünes Unternehmertum überall stattfinden kann, und den Spielenden zeigen, dass ihr eigener Einflussbereich grösser ist als gedacht. Also lehrreich, aber spielerisch.
Für beide Wege solltet ihr sicherstellen, dass die Inhalte fachlich fundiert sind statt frei erfunden, etwa durch Anbindung an Forschungspapiere oder validierte Quellen. Auch spannend wäre für uns zu sehen, wie ihr messt, ob euer Ansatz tatsächlich etwas bewirkt.
Unsere Fallbeispiele und Lernmaterialien aus dem Projekt stehen euch frei zur Verfügung (siehe L2Bgreen.com).